Verbindung
Kurz: Ein logischer oder physischer Kommunikationskanal zwischen zwei Netzwerkteilnehmern, über den Daten ausgetauscht werden.
Genauer: Bei verbindungsorientierten Protokollen wie TCP wird eine Verbindung explizit auf- (Handshake) und abgebaut und der Zustand während der gesamten Kommunikation gehalten. Verbindungslose Protokolle wie UDP kennen dagegen keine dauerhafte Verbindung — jedes Paket wird unabhängig verschickt.
Im Detail
Eine TCP-Verbindung durchläuft einen klar definierten Lebenszyklus: Aufbau über den Three-Way-Handshake (SYN, SYN-ACK, ACK), Datenaustausch mit fortlaufender Bestätigung jedes empfangenen Pakets, und ein geordneter Abbau über ein eigenes FIN/ACK-Verfahren. Während der gesamten Verbindung halten beide Seiten Zustandsinformationen (offene Sequenznummern, Empfangspuffer, Fenstergrößen) — genau das unterscheidet eine Verbindung von einem einzelnen, isolierten Datenaustausch.
Bei verbindungslosen Protokollen wie UDP gibt es dagegen keinen expliziten Auf-/Abbau und keinen gehaltenen Zustand: Jedes Paket wird unabhängig verschickt, ohne Garantie, dass es ankommt, in Reihenfolge ist oder überhaupt zu einer “Sitzung” gehört. Das spart Overhead, verlagert aber jede benötigte Zuverlässigkeit in die Anwendung selbst.
In der Netzwerktechnik wird oft zwischen der physischen Verbindung (das Kabel/die Funkstrecke, siehe Leitung) und der logischen Verbindung (der Protokollzustand auf einer höheren OSI-Schicht) unterschieden — eine einzelne physische Leitung kann gleichzeitig viele unabhängige logische Verbindungen tragen.
Siehe auch: Verbindungsloses Protokoll, TCP