TLD
Kurz: “Top-Level-Domain” — der letzte Teil einer Domain, z. B. .com, .de oder .wiki.
Genauer: TLDs werden von der IANA verwaltet und in mehrere Typen unterteilt: länderspezifische (ccTLD, z. B. .de), generische/thematische (z. B. .shop, .dev) und weitere Sonderformen. Welche TLDs frei oder nur eingeschränkt registrierbar sind, regelt die jeweilige Vergabestelle.
Im Detail
TLDs bilden die oberste Ebene direkt unter der Root-Domain und lassen sich grob in Kategorien einteilen:
- ccTLD — länderbasiert, aus dem ISO-3166-1-Alpha-2-Code abgeleitet (
.de,.fr,.jp). - gTLD (generisch) — nicht an ein Land gebunden, darunter offene (
.com,.net), geschlossene (.gov,.bank) und thematische Varianten (.shop,.dev). - Geografische gTLD — regional statt national, z. B.
.berlin,.nyc(siehe Geografische TLD). - Sonderformen — z. B.
.arpafür technische Infrastruktur (u. a. Reverse-DNS-Lookups), nicht für reguläre Registrierung gedacht.
Die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) pflegt die offizielle “Root Zone Database”, das autoritative Verzeichnis aller existierenden TLDs und ihrer jeweils zuständigen Registry. Neue TLDs können seit 2012 über ein aufwendiges, kostenpflichtiges ICANN-Verfahren beantragt werden — ein einzelner Antrag kostete zum Start dieses Programms rund 185.000 US-Dollar, was die Zahl der Antragsteller größtenteils auf große Unternehmen, Städte und spezialisierte Registries beschränkt hat.
Siehe auch: Domain, ccTLD, Geografische TLD, Thematische TLD, Offene TLD, Geschlossene TLD