Offene TLD
Kurz: Eine TLD, die ohne besondere Voraussetzungen von jedem registriert werden kann, z. B. .com, .net oder .org.
Genauer: Im Gegensatz zu geschlossenen TLDs prüft die Vergabestelle bei offenen TLDs keine Berechtigung (kein Nachweis von Wohnsitz, Branche o. Ä.) — wer zuerst registriert, bekommt den Namen (“first come, first served”).
Im Detail
Offene TLDs sind heute der bei weitem größte Teil des Domainnamensraums: .com allein umfasst über 150 Millionen registrierte Domains. Der einzige Filter ist, ob der gewünschte Name noch verfügbar ist — Vergabestellen prüfen weder die Identität noch die Absicht des Registranten, was einerseits Registrierung stark vereinfacht, andererseits auch Missbrauch (z. B. Domain-Squatting: das massenhafte Registrieren von Namen, die man später teuer weiterverkaufen will, oder Tippfehler-Domains für Phishing) erleichtert.
Klassische offene generische TLDs (gTLDs):
.com— ursprünglich für kommerzielle Organisationen gedacht, heute faktisch universell genutzt..net— ursprünglich für Netzwerk-Infrastrukturbetreiber, heute ebenfalls frei nutzbar..org— ursprünglich für Non-Profit-Organisationen, mittlerweile ebenfalls offen.
Seit der ICANN-Erweiterung ab 2012 kamen hunderte weitere offene TLDs hinzu (.io, .dev, .app, .xyz u. v. m.), die alle ohne besondere Nachweispflicht registrierbar sind.
Siehe auch: TLD, Geschlossene TLD