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Geografische TLD

Kurz: Eine TLD, die sich auf eine geografische Region statt auf ein Land bezieht, z. B. .berlin, .nyc oder .eu.

Genauer: Anders als eine klassische ccTLD ist eine geografische TLD nicht an ein ISO-Ländercode-Kürzel gebunden, sondern an eine Stadt, Region oder einen Kontinent. Sie zählt formal zu den generischen TLDs (gTLD), wird aber oft mit regionaler Registrierungsbeschränkung vergeben.

Im Detail

Geografische TLDs entstanden vor allem durch die ICANN-Erweiterung des Domain-Namensraums ab 2012, die es Städten, Regionen und Organisationen erlaubte, eigene TLDs zu beantragen — ein Vorgang, der Jahre dauern und Millionenbeträge kosten kann. Städte wie Berlin, London, New York (.berlin, .london, .nyc) oder Regionen wie das Baskenland (.eus) nutzen ihre TLD meist zur lokalen Identitätsstiftung: Ein Unternehmen mit .berlin-Domain signalisiert einen Bezug zur Stadt, unabhängig vom tatsächlichen Firmensitz.

Der wichtigste Unterschied zur ccTLD: Eine geografische TLD basiert nicht auf dem zweistelligen ISO-3166-Ländercode und wird deshalb formal als generische TLD (gTLD) eingeordnet, auch wenn sie inhaltlich einen geografischen Bezug hat — sie unterliegt damit anderen ICANN-Regularien als eine ccTLD wie .de, deren Vergabe traditionell komplett bei der jeweiligen nationalen Registrierungsstelle liegt.

Siehe auch: TLD, ccTLD, Ländercodes