Router
Bild: George Shuklin, CC BY 2.5, Wikimedia Commons
Foto: Compare Fibre auf Unsplash
Kurz: Ein Gerät, das Datenpakete zwischen verschiedenen Netzwerken anhand von IP-Adressen weiterleitet — z. B. zwischen dem Heimnetz und dem Internet.
Genauer: Während ein Switch innerhalb eines Netzwerks vermittelt, arbeitet ein Router auf Schicht 3 des OSI-Modells und entscheidet anhand von Routingtabellen, über welchen Weg ein Paket sein Ziel in einem anderen Netzwerk erreicht. Heimrouter übernehmen meist zusätzlich Aufgaben wie DHCP und WLAN-Access-Point.
Im Detail
Router treffen ihre Weiterleitungsentscheidung anhand einer Routingtabelle, die für jedes bekannte Zielnetz festlegt, über welchen nächsten “Hop” (den nächsten Router auf dem Weg) ein Paket geschickt werden muss. Diese Tabelle kann statisch (manuell eingetragen) oder dynamisch sein — bei dynamischem Routing tauschen Router über spezielle Protokolle (z. B. OSPF oder BGP im Internet-Backbone) automatisch Informationen über erreichbare Netze aus, sodass sich die Tabelle bei Ausfällen oder neuen Verbindungen selbst anpasst.
Ein Heimrouter ist eigentlich ein Bündel mehrerer Funktionen in einem Gerät: Router (Vermittlung zwischen Heimnetz und Internet), Switch (Vermittlung zwischen den eigenen LAN-Ports), WLAN-Access-Point (Funkanbindung), DHCP-Server (automatische IP-Vergabe) und meist eine Firewall/NAT-Funktion, die das interne Netz nach außen hinter einer einzigen öffentlichen IP-Adresse verbirgt. Im professionellen Rechenzentrumsumfeld sind diese Funktionen dagegen oft auf separate, spezialisierte Geräte aufgeteilt.
Siehe auch: Switch, IP-Adressen