Netzwerkschrank
Kurz: Ein abschließbarer Schrank (meist 19-Zoll-Rack), in dem Switches, Patchpanels, oft auch Router, Server und die Stromversorgung zentral untergebracht sind.
Genauer: Er ist der Knotenpunkt der Gebäudeverkabelung: Alle Netzwerkkabel aus den Räumen laufen hier zusammen und enden auf Patchpanels, von wo sie mit den aktiven Geräten verbunden werden. Im Verkabelungsplan wird angegeben, in welchem Schrank eine Verbindung aufgelegt ist.
Im Detail
Aufbau
Ein Netzwerkschrank hat einen Rahmen mit Höheneinheiten (HE), in die Geräte im 19-Zoll-Maß eingeschraubt werden (1 HE = 4,45 cm). Üblich sind Wand- und Standschränke mit z. B. 6 bis 42 HE. Typische Einbauten sind Patchpanels, Switches, Kabelführungen, eine Steckdosenleiste (oft mit USV) und Lüfter.
Wichtige Punkte bei der Planung
- Kühlung und Belüftung: Aktive Technik erzeugt Wärme, ohne Luftzirkulation steigt die Temperatur und Geräte fallen aus.
- Zugang und Sicherheit: Der Schrank ist abschließbar, damit nur Berechtigte Verbindungen umstecken können.
- Ordnung: Kabelführung und Beschriftung der Patchkabel verhindern ein Kabelchaos („Spaghetti“), das die Fehlersuche stark erschwert.
- Stromversorgung: Genügend abgesicherte Steckdosen, bei wichtiger Technik eine USV.
- Reserve: Platz für Erweiterungen (freie Höheneinheiten und Ports) einplanen.
Verteilerebenen
In großen Gebäuden gibt es mehrere Ebenen: einen Standortverteiler (zentral, Anbindung an das Internet), Gebäudeverteiler und Etagenverteiler, die über Backbone-Kabel (oft Glasfaser) verbunden sind. Jeder Verteiler ist ein Netzwerkschrank mit eigener Kennung im Plan.
Siehe auch: Verkabelungsplan, Patchpanel, Switch, Router