EMZETT.
Login

MAC-Adressen

Kurz: Eine weltweit (theoretisch) eindeutige Hardware-Adresse, die jeder Netzwerkschnittstelle (Ethernet, WLAN) fest zugewiesen ist — 48 Bit, meist als sechs Hex-Paare geschrieben (AA:BB:CC:11:22:33).

Genauer: Anders als IP-Adressen sind MAC-Adressen physisch an die Hardware gebunden (Schicht 2) und ändern sich normalerweise nicht, wenn ein Gerät das Netzwerk wechselt. Die ersten drei Byte identifizieren den Hersteller (OUI). Auflösung von IP zu MAC im lokalen Netz übernimmt ARP.

Im Detail

Eine MAC-Adresse besteht aus 48 Bit (6 Byte), üblicherweise als sechs Hex-Paare mit Doppelpunkt oder Bindestrich geschrieben: 00:1A:2B:3C:4D:5E. Die ersten drei Byte (00:1A:2B) bilden die “Organizationally Unique Identifier” (OUI) und werden vom Hersteller bei der IEEE registriert — anhand dieses Präfixes lässt sich oft der Hersteller einer Netzwerkkarte identifizieren. Die letzten drei Byte werden vom Hersteller selbst frei vergeben und sollen jede produzierte Karte eindeutig machen.

“Weltweit eindeutig” gilt nur theoretisch: Moderne Betriebssysteme und Geräte können MAC-Adressen softwareseitig überschreiben (“MAC-Spoofing”) — teils zu legitimen Zwecken (Datenschutz beim WLAN-Roaming, viele Smartphones nutzen zufällige MAC-Adressen bei jeder neuen Netzwerkverbindung), teils um sich als anderes Gerät auszugeben. Innerhalb eines lokalen Netzsegments arbeiten Switches mit MAC-Adressen, um Frames gezielt nur an den richtigen Port weiterzuleiten (statt sie wie ein Hub an alle Ports zu senden) — dafür führt jeder Switch eine interne MAC-Adress-Tabelle.

Siehe auch: ARP, IP-Adressen, Ethernet