Ressourcen
Kurz: Im Web- bzw. Systemkontext alles, was über eine Adresse (z. B. URL) angesprochen oder von einem System bereitgestellt werden kann — Dateien, Daten, aber auch Hardware-Kapazität wie CPU oder RAM.
Genauer: Im Web ist eine Ressource typischerweise ein per URL adressierbares Objekt (HTML-Seite, Bild, API-Antwort). Im Systemkontext meint “Ressourcen” dagegen begrenzte Kapazitäten wie Arbeitsspeicher, Prozessorzeit oder Netzwerkbandbreite, deren Verwaltung z. B. Aufgabe des Betriebssystems ist.
Im Detail
Das Ressourcen-Konzept ist zentral für REST-APIs: Statt Aktionen zu benennen (getUser, deleteUser), adressiert REST Ressourcen über URLs und drückt die Aktion über die HTTP-Methode aus (GET /users/42 liest, DELETE /users/42 löscht dieselbe Ressource). Jede Ressource hat idealerweise eine eindeutige, stabile Adresse, unabhängig davon, wie sich ihr Inhalt im Laufe der Zeit ändert.
Im Systemkontext (“Systemressourcen”) ist die Bedeutung eine andere: Hier sind Ressourcen begrenzte, gemeinsam genutzte Kapazitäten, deren Zuteilung das Betriebssystem koordinieren muss:
- CPU-Zeit: wie viele Rechenschritte ein Prozess pro Zeiteinheit bekommt.
- Arbeitsspeicher: wie viel Speicher ein Prozess belegen darf.
- Datei-Handles/Sockets: wie viele gleichzeitig offene Dateien/Netzwerkverbindungen ein Prozess halten darf.
- Netzwerkbandbreite: wie viel Datendurchsatz einem Prozess/Container zur Verfügung steht.
Läuft eine Anwendung diesen Ressourcen davon (z. B. Arbeitsspeicher voll), reagiert das System je nach Ressourcentyp unterschiedlich — von Verlangsamung bis zum erzwungenen Beenden des Prozesses (“Out of Memory Killer” unter Linux).
Siehe auch: URL