IHK-Projektdokumentation
Kurz: Der schriftliche Nachweis über das Prüfungsprojekt: eine Darstellung der Vorgehensweise (etwa 10–12 Seiten) plus Anhang, erstellt vom Prüfling.
Genauer: Die Dokumentation beantwortet drei Fragen: Was ist gemacht worden? Wie ist es gemacht worden? Warum ist es so gemacht worden? Vor allem das „Warum“ zeigt Fachwissen, weil Entscheidungen begründet werden.
Im Detail
Keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ausbildungsordnung, Prüfungsordnung und die Vorgaben deiner zuständigen IHK — Zahlen und Fristen können sich je nach Beruf, Jahrgang und Kammer unterscheiden.
Aufbau (mögliche Gliederung)
Siehe Projektphasen: Projektinitiierung, Analyse des Istzustands, Sollkonzept, Planung, Realisierung, Überprüfung der Zielerreichung, Fazit und Ausblick.
Anhang
Nachweise durch „praxisbezogene Unterlagen“, z. B. Lasten- und Pflichtenheft, Programmcode-Auszüge, Netzplan, UML-Diagramme, Flussdiagramme, EPK, BPMN, Angebote, Rechnungen. Umfangreiche Nachweise gehören in den Anhang, nicht in den Haupttext.
Abgrenzung
Die Doku ist kein Lasten- oder Pflichtenheft und keine Bedienungsanleitung, sondern ein Bericht über den Projektverlauf. Kundendaten müssen beachtet werden (siehe Datenschutz in der Projektdokumentation).
Häufige Fehler
- Nur beschreiben, nicht begründen
- Zu viel Theorie, zu wenig Bezug zum eigenen Projekt
- Keine Kosten-/Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Wirtschaftlichkeit)
- Keine Überprüfung der Ziele (Soll-Ist-Vergleich)
- Seitenlimit überschritten oder Formalien missachtet
Siehe auch: Projektantrag, Praktische Prüfung, Präsentation und Fachgespräch