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V-Sync

Kurz: “Vertical Sync” — eine Grafikeinstellung, die die Bildausgabe der Grafikkarte an die Bildwiederholrate des Monitors koppelt, um Bildrisse (Tearing) zu vermeiden.

Genauer: V-Sync begrenzt die Framerate auf maximal die Bildwiederholrate des Monitors (z. B. 60 Hz). Der Nachteil: Fällt die Framerate darunter, kann V-Sync spürbare Eingabeverzögerung (Input-Lag) verursachen — moderne Alternativen wie G-Sync/FreeSync lösen dieses Problem eleganter.

Im Detail

Wie Tearing entsteht

Ohne V-Sync sendet die Grafikkarte neue Bilder unabhängig vom Aktualisierungszyklus des Monitors — der Monitor baut sein Bild dabei zeilenweise von oben nach unten auf (ein Relikt aus der Röhrenbildschirm-Ära, das bis heute in der Ansteuerungslogik fortlebt). Liegt gerade ein Bildwechsel der Grafikkarte mitten in diesem Aufbauzyklus des Monitors, zeigt der Bildschirm für einen Moment zwei halbe, unterschiedliche Bilder übereinander — sichtbar als horizontaler Versatz (“Tearing”), besonders auffällig bei schnellen Kamerabewegungen in Spielen, wo vertikale Linien im Bild plötzlich einen sichtbaren Knick bekommen.

Wie klassisches V-Sync das Problem löst

V-Sync verhindert das, indem es die Grafikkarte zwingt, mit der Bildausgabe zu warten, bis der Monitor bereit für ein komplett neues Bild ist — technisch wird das fertige Bild zunächst in einen zweiten Bildspeicher (Backbuffer) geschrieben und erst beim nächsten Aktualisierungszyklus des Monitors sichtbar geschaltet (Buffer-Swap). Dadurch sieht der Monitor immer nur vollständige, in sich konsistente Bilder.

Der Kompromiss: Stuttering und Input-Lag

Der Nachteil dabei: Schafft die Grafikkarte ein neues Bild nicht rechtzeitig vor dem nächsten Monitor-Aktualisierungszyklus, muss klassisches V-Sync das alte Bild ein weiteres Mal komplett wiederholen (“Stuttering”, ruckartiges Verhalten) statt das neue, verspätete Bild sofort zu zeigen — das erzeugt spürbaren Input-Lag, weil zwischen einer Eingabe (z. B. einer Mausbewegung) und ihrer sichtbaren Wirkung auf dem Bildschirm mehr Zeit vergeht als ohne V-Sync. Bei Framerates, die deutlich unter der Monitor-Bildwiederholrate liegen, kann klassisches V-Sync die Framerate sogar auf glatte Bruchteile der Monitor-Rate “einrasten” (z. B. bei 60 Hz auf 30 statt z. B. 45 FPS), was das Rucken zusätzlich verschärft.

Adaptive Synchronisation als moderne Lösung

Adaptive Technologien wie NVIDIA G-Sync und AMD FreeSync (heute meist unter dem herstellerunabhängigen Standard VESA Adaptive-Sync zusammengefasst) lösen dieses Problem grundlegend anders: Statt die Framerate der Grafikkarte an eine feste Monitor-Rate zu binden, passen sie die Bildwiederholrate des Monitors selbst dynamisch an die tatsächlich fertige Framerate der Grafikkarte an — der Monitor aktualisiert sein Bild also genau dann, wenn die Grafikkarte ein neues Bild fertig hat, statt nach einem starren Zeittakt. Das vermeidet sowohl Tearing als auch das Stuttering/Input-Lag-Problem von klassischem V-Sync gleichzeitig, benötigt aber entsprechend kompatible Hardware auf beiden Seiten (Grafikkarte und Monitor).

Siehe auch: Sync (Display-Sync)