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Peripherie

Kurz: Alle externen Geräte, die an einen Computer angeschlossen werden, aber nicht zu seiner Kernhardware (CPU, RAM, Mainboard) gehören — z. B. Maus, Tastatur, Drucker, externe Festplatten.

Genauer: Peripheriegeräte werden meist über Standardschnittstellen wie USB angeschlossen, damit sie herstellerübergreifend kompatibel sind. Man unterscheidet grob Eingabegeräte (Maus, Tastatur, Mikrofon), Ausgabegeräte (Monitor, Drucker) und Speichergeräte (externe Festplatten).

Im Detail

Abgrenzung zur Kernhardware

Die Abgrenzung zwischen “Kernhardware” und “Peripherie” orientiert sich daran, ob eine Komponente für den grundlegenden Betrieb des Rechners zwingend erforderlich ist: CPU, RAM und Mainboard muss jeder funktionsfähige Computer besitzen, Peripheriegeräte dagegen erweitern lediglich, WIE Menschen mit diesem Kernsystem interagieren oder welche zusätzlichen Funktionen es bereitstellt — ein Server etwa läuft oft völlig ohne angeschlossene Maus, Tastatur oder Monitor, da die Administration ausschließlich über das Netzwerk (z. B. per SSH) erfolgt.

Grenzfälle der klassischen Kategorien

Die drei klassischen Kategorien — Eingabe, Ausgabe, Speicher — erfassen dabei nicht alle Fälle vollständig: Manche Geräte kombinieren mehrere Rollen (ein Touchscreen ist gleichzeitig Ausgabe- und Eingabegerät, ein Multifunktionsdrucker vereint Drucker und Scanner in einem Gehäuse, eine Webcam kombiniert Bild- und oft auch Tonaufnahme). Manche Geräteklassen passen zudem in keine der drei Kategorien besonders gut — etwa ein Capture-Gerät, das externes Video-/Audiosignal ins System einspeist, oder ein Dockingstation, das selbst wieder mehrere andere Peripheriegeräte bündelt.

Vom Kabelwirrwarr zur Vereinheitlichung

Historisch wurden Peripheriegeräte über sehr unterschiedliche, oft herstellerspezifische Anschlüsse verbunden: serielle Schnittstellen (RS-232, für Modems und frühe Mäuse), parallele Schnittstellen (klassisch für Drucker, konnten mehrere Bits gleichzeitig statt nacheinander übertragen), PS/2 (rundes Steckerformat speziell für Maus und Tastatur, mechanisch unterschiedlich kodiert damit man beide nicht vertauschen konnte) und diverse weitere proprietäre Formate. Jeder dieser Anschlusstypen hatte eigene elektrische Spezifikationen, eigene Treiber und oft eigene Geschwindigkeitsgrenzen — ein Nutzer musste genau wissen, welches Gerät in welchen Anschluss gehörte.

USB als Vereinheitlichungsschritt

Die Vereinheitlichung auf USB als universellen Standard ab Mitte der 1990er-Jahre war einer der größten Vereinfachungsschritte in der PC-Geschichte: Seither kann praktisch jedes Peripheriegerät unabhängig vom Hersteller über dieselbe physische Schnittstelle angeschlossen werden, das Betriebssystem erkennt die meisten Geräteklassen automatisch (Plug and Play) ohne manuelle Treiberinstallation, und ein einziger Anschlusstyp deckt heute Mäuse, Tastaturen, Drucker, externe Speicher, Audiogeräte und viele weitere Kategorien gleichzeitig ab. Diese Konsolidierung setzt sich mit USB-C fort, das zusätzlich auch Bildausgabe (DisplayPort Alternate Mode) und hohe Ladeleistung über denselben universellen Anschluss ermöglicht.

Siehe auch: USB, Maus, Tastatur