Drucker
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Kurz: Ein Ausgabegerät, das digitale Inhalte auf Papier (oder andere Materialien) überträgt — z. B. Tintenstrahl-, Laser- oder 3D-Drucker.
Genauer: In Netzwerken werden Drucker oft zentral über einen Druckserver freigegeben, sodass mehrere Clients denselben Drucker nutzen können, statt dass jedes Gerät eine eigene, direkt angeschlossene Druckerhardware braucht.
Im Detail
Tintenstrahl vs. Laser
Die beiden verbreitetsten Drucktechnologien funktionieren grundlegend unterschiedlich: Tintenstrahldrucker sprühen winzige Tintentröpfchen (oft im Pikoliter-Bereich) direkt aufs Papier und eignen sich dadurch gut für Fotodruck mit feinen Farbverläufen, trocknen aber langsamer und die Tintenpatronen sind pro Seite meist teurer im Dauerbetrieb — besonders bei günstigen Einsteigergeräten, die oft bewusst mit Verlust verkauft werden, um über Nachfüllpatronen Gewinn zu machen (“Rasierklingen-Modell”). Laserdrucker übertragen dagegen elektrostatisch aufgeladenes Tonerpulver auf eine rotierende, lichtempfindliche Trommel und fixieren es anschließend mit Hitze und Druck aufs Papier — schneller im Druck, günstiger pro Seite bei hohem Druckvolumen, aber mit höheren Anschaffungskosten für den Drucker selbst.
3D-Druck als dritte Kategorie
Neben klassischen 2D-Druckern hat sich 3D-Druck als eigene Kategorie etabliert: Statt Tinte oder Toner auf flaches Papier aufzubringen, werden dreidimensionale Objekte schichtweise aufgebaut, meist durch Schmelzen und Extrudieren von Kunststofffilament (FDM/FFF-Verfahren) oder durch punktgenaues Aushärten von flüssigem Harz mittels Licht (SLA/Resin-Verfahren). Beide Verfahren folgen demselben Grundprinzip wie klassisches Drucken (digitale Vorlage → physisches Ergebnis), unterscheiden sich aber technisch fundamental.
Netzwerkdrucker und Spooler
In Firmennetzwerken werden Drucker meist zentral über einen Druckserver oder direkt als Netzwerkgerät (mit eigener IP-Adresse) eingebunden, wodurch mehrere Clients über dasselbe Gerät drucken können, ohne dass jeder Arbeitsplatz eine eigene Druckerhardware braucht. Der Druckauftrag selbst durchläuft dabei eine Warteschlange (Spooler) auf dem Client oder Server, die mehrere gleichzeitige Druckaufträge ordnet und nacheinander an den Drucker weiterreicht — praktisch, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig drucken wollen, ohne dass Aufträge sich gegenseitig überschreiben oder verloren gehen.
Druckkosten in der Praxis
Ein oft unterschätzter Kostenfaktor ist der Preis pro gedruckter Seite, der neben Tinte/Toner auch Verschleißteile (Trommel, Druckkopf) umfasst — Hersteller geben diesen Wert selten prominent an, er lässt sich aber aus Patronenpreis und angegebener Seitenreichweite näherungsweise berechnen und variiert je nach Gerät und Druckqualität teils um ein Vielfaches.
Siehe auch: Peripherie, Client