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WinSock

Kurz: Windows Sockets API — die Standardschnittstelle unter Windows, über die Anwendungen Sockets öffnen und Netzwerkkommunikation abwickeln.

Genauer: WinSock übersetzt die aus der Unix-Welt stammende BSD-Socket-API für Windows und stellt sie Entwicklern als DLL zur Verfügung. Praktisch jede netzwerkfähige Windows-Anwendung nutzt WinSock direkt oder indirekt (über höhere Programmiersprachen-Bibliotheken).

Im Detail

WinSock (offiziell “Windows Sockets API”) entstand, weil Windows ursprünglich kein eingebautes Netzwerk-Subsystem hatte, das mit der in der Unix-Welt etablierten BSD-Socket-API kompatibel war — verschiedene Hersteller implementierten zunächst inkompatible eigene Lösungen, bis sich die Industrie auf einen gemeinsamen WinSock-Standard einigte. Seitdem können Entwickler eine API nutzen, die konzeptionell sehr ähnlich zur BSD-Socket-API ist (socket(), bind(), connect(), send(), recv()), aber an Windows-spezifische Besonderheiten angepasst wurde.

In der Praxis programmieren die wenigsten Entwickler heute direkt gegen die rohe WinSock-API — moderne Programmiersprachen (Python, JavaScript/Node.js, .NET) stellen eigene, komfortablere Netzwerk-APIs bereit, die WinSock nur intern als unterste Implementierungsschicht nutzen. Dennoch bleibt WinSock die fundamentale Grundlage, auf der praktisch jede Windows-Netzwerkanwendung letztlich aufbaut, ähnlich wie die BSD-Socket-API unter Linux/macOS diese Rolle übernimmt.

Siehe auch: Sockets