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Receiver

Kurz: Allgemein ein Gerät oder eine Komponente, die ein (Funk-)Signal empfängt — im Netzwerkkontext z. B. der empfangende Teil einer Funkstrecke.

Genauer: Der Begriff taucht überall dort auf, wo Signale drahtlos übertragen werden — von WLAN-Antennen über Satellitenempfänger bis zu Bluetooth-Geräten. Das Gegenstück ist immer ein Sender (Transmitter); viele Geräte vereinen heute beide Funktionen in einem Transceiver.

Im Detail

Ein Receiver nimmt das physikalische Signal (Funkwellen, Lichtimpulse, elektrische Spannung) entgegen und wandelt es zurück in eine für die nächsthöhere Verarbeitung nutzbare Form — dieser Prozess heißt Demodulation. Die Qualität eines Receivers bestimmt maßgeblich, wie zuverlässig auch schwache oder gestörte Signale noch korrekt interpretiert werden können, was direkt Reichweite und Fehlerrate einer Verbindung beeinflusst.

In den meisten modernen Netzwerkgeräten (WLAN-Karten, Smartphones, Bluetooth-Kopfhörer) ist der Receiver nicht als separates Bauteil verbaut, sondern zusammen mit dem Sender in einem einzigen Chip integriert — einem sogenannten Transceiver (Transmitter + Receiver). Das spart Platz und Kosten, da Sende- und Empfangselektronik viele Komponenten (Antenne, Frequenzsteuerung) gemeinsam nutzen können.

Empfindlichkeit und Signal-Rausch-Abstand

Eine zentrale Kennzahl für die Qualität eines Receivers ist seine Empfindlichkeit — die schwächste Signalstärke, bei der er ein Signal noch zuverlässig von Hintergrundrauschen unterscheiden kann, angegeben in dBm (meist ein negativer Wert wie -90 dBm; je negativer, desto empfindlicher/besser). Entscheidend ist dabei nicht nur die absolute Signalstärke, sondern der Signal-Rausch-Abstand (SNR): Ein starkes Signal in einer sehr “lauten” Funkumgebung (viele überlappende WLAN-Netze, elektromagnetische Störquellen) kann trotzdem schlechter zu empfangen sein als ein schwächeres Signal in einer ruhigen Umgebung.

Diversity-Empfang und MIMO

Moderne WLAN-Receiver nutzen häufig mehrere Antennen gleichzeitig (“MIMO” — Multiple Input, Multiple Output), um sowohl die Reichweite als auch den Datendurchsatz zu verbessern. Statt nur ein einzelnes Empfangssignal auszuwerten, kombiniert der Receiver die leicht unterschiedlichen Signale mehrerer Antennen, um Störungen und Signalauslöschung (die entsteht, wenn ein Signal auf mehreren Wegen leicht zeitversetzt beim Empfänger ankommt, z. B. durch Reflexionen an Wänden) auszugleichen. Router mit “3x3 MIMO” oder ähnlichen Angaben verweisen genau auf diese Anzahl gleichzeitig genutzter Sende-/Empfangsantennen.

Siehe auch: Wireless, Funk