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IPv4

Kurz: Die vierte Version des Internet Protocol — 32-Bit-Adressen, klassisch als vier durch Punkte getrennte Zahlen geschrieben (z. B. 192.168.0.1), rund 4,3 Milliarden mögliche Adressen.

Genauer: Weil 4,3 Milliarden Adressen für die Zahl der heute vernetzten Geräte längst nicht mehr reichen, wurde IPv6 entwickelt. IPv4 bleibt aber wegen seiner enormen Verbreitung und Kompatibilität weiterhin der De-facto-Standard, oft im Parallelbetrieb mit IPv6 (“Dual Stack”).

Im Detail

Eine IPv4-Adresse besteht aus 4 Byte (32 Bit), üblicherweise in “Dotted Decimal Notation” geschrieben — vier durch Punkte getrennte Zahlen von 0 bis 255, wobei jede Zahl genau ein Byte repräsentiert:

192  .  168  .   1   .  42
11000000.10101000.00000001.00101010   <- dieselbe Adresse binär

32 Bit ergeben rechnerisch 2^32 ≈ 4,3 Milliarden mögliche Adressen — eine Zahl, die in den 1980ern gewaltig erschien, aber angesichts von Smartphones, IoT-Geräten und Milliarden vernetzter Nutzer heute längst nicht mehr ausreicht. Die letzten frei verfügbaren IPv4-Adressblöcke wurden bereits vor Jahren an die regionalen Vergabestellen ausgegeben (“IPv4-Erschöpfung”).

Praktisch abgefedert wird dieser Mangel vor allem durch zwei Techniken: private IP-Adressbereiche (jeder Haushalt/jedes Unternehmen nutzt intern dieselben privaten Adressen, ohne globale Eindeutigkeit zu brauchen) kombiniert mit Network Address Translation (NAT), das viele private Adressen hinter einer einzigen öffentlichen Adresse verbirgt. Das funktioniert gut genug, dass die Umstellung auf IPv6 — trotz technischer Überlegenheit — seit Jahren nur schleppend vorankommt: Viele Netze laufen im “Dual Stack”-Betrieb, bei dem IPv4 und IPv6 parallel unterstützt werden, weil eine komplette Ablösung von IPv4 praktisch kaum durchsetzbar ist.

Siehe auch: IPv6, IP-Adressen, Subnetzmaske