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Mailserver

Kurz: Ein Server, der E-Mails empfängt, versendet und/oder für Nutzer bereithält.

Genauer: Je nach Aufgabe unterscheidet man Mail Transfer Agents (MTA, Versand/Weiterleitung per SMTP) und Mail Delivery/Access-Dienste (Abruf per IMAP/POP3). Welcher Mailserver für eine Domain zuständig ist, wird über den MX-Eintrag im DNS festgelegt.

Im Detail

In der Praxis stecken hinter “Mailserver” meist mehrere getrennte Rollen, die auch von unterschiedlichen Systemen übernommen werden können:

  • MTA (Mail Transfer Agent): nimmt Mails per SMTP entgegen und leitet sie an den nächsten zuständigen Server weiter (z. B. Postfix, Exim).
  • MDA (Mail Delivery Agent): legt eingehende Mails final in der Mailbox des Empfängers ab.
  • MAA (Mail Access/Retrieval): stellt Mails per IMAP oder POP3 zum Abruf durch Mail-Clients bereit.

Viele Unternehmen betreiben keinen eigenen Mailserver mehr, sondern nutzen gehostete Dienste (Google Workspace, Microsoft 365, oder spezialisierte Transaktions-Mail-Anbieter wie Resend für automatisiert versendete Mails wie Bestellbestätigungen). Grund dafür ist vor allem die “Reputation” einer Mail-Absender-IP: Große Anbieter investieren erheblich in Spam-Vermeidung und Zustellbarkeit, während eine frisch aufgesetzte eigene Mailserver-IP anfangs oft von Spam-Filtern misstrauisch behandelt wird, bis sie sich über Zeit eine gute Reputation “erarbeitet” hat.

Siehe auch: Mail, MX-Eintrag