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Streaming

Kurz: Die kontinuierliche Übertragung von Video- oder Audiodaten, die beim Empfänger bereits während des Empfangs wiedergegeben werden, statt erst komplett heruntergeladen werden zu müssen.

Genauer: Der Datenstrom wird in kleine Segmente zerlegt und fortlaufend nachgeladen (Pufferung), während bereits vorhandene Teile abgespielt werden. Adaptive Streaming-Verfahren passen die Qualität dynamisch an die verfügbare Bandbreite an, um Aussetzer zu vermeiden.

Im Detail

Moderne Video-Streaming-Dienste nutzen meist adaptives Streaming (z. B. HLS oder DASH): Das Video liegt serverseitig gleichzeitig in mehreren Qualitätsstufen vor (z. B. 480p, 720p, 1080p, 4K), jeweils in kleine Segmente von wenigen Sekunden zerlegt. Der Player misst laufend die aktuell verfügbare Bandbreite und wählt für jedes neue Segment die passende Qualitätsstufe — sinkt die Verbindung ein, wird automatisch auf eine niedrigere Auflösung gewechselt, statt dass die Wiedergabe komplett stockt.

Live-Streaming (z. B. Videotelefonie, Gaming-Streams) hat andere Prioritäten als Video-on-Demand: Hier zählt niedrige Latenz mehr als perfekte Bildqualität, weshalb solche Anwendungen oft UDP statt TCP nutzen — ein einzelnes verlorenes Paket (kurzer Bildfehler) stört weniger als die Verzögerung, die eine TCP-Neuübertragung verursachen würde. Bei aufgezeichnetem Video-Streaming dagegen ist etwas mehr Pufferzeit akzeptabel, weshalb dort auch TCP-basierte Protokolle über HTTP verbreitet sind.

Siehe auch: VoIP, Bandbreite, Datenverlust