SNMP
Bild: Stefan Müller, CC BY 2.5, Wikimedia Commons
Kurz: Simple Network Management Protocol — ein Protokoll zur Überwachung und Steuerung von Netzwerkgeräten wie Routern, Switches und Druckern aus der Ferne.
Genauer: Geräte stellen Messwerte (z. B. Auslastung, Fehlerzähler) über eine standardisierte Baumstruktur (MIB, Management Information Base) bereit, die eine Management-Software abfragen oder per Trap benachrichtigt werden kann. Häufig in Netzwerk-Monitoring-Tools im Unternehmensumfeld im Einsatz.
Im Detail
SNMP arbeitet nach einem einfachen Frage-Antwort-Prinzip: Eine Management-Station schickt GET-Anfragen an ein Gerät, um einen bestimmten Wert aus dessen Management Information Base (MIB) abzurufen (z. B. “wie ausgelastet ist Port 3?”), oder SET-Anfragen, um eine Konfiguration zu ändern. Zusätzlich können Geräte selbstständig “Traps” verschicken — unaufgeforderte Benachrichtigungen bei bestimmten Ereignissen, z. B. “Port 3 ist gerade ausgefallen”, statt dass die Management-Station das erst durch wiederholtes Nachfragen (Polling, siehe Poll/Push) bemerkt.
Ältere SNMP-Versionen (v1, v2c) authentifizieren sich nur über eine Art Passwort im Klartext (“Community String”), was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt, wenn SNMP unverschlüsselt und ungeschützt im Netz erreichbar ist — ein Angreifer könnte mitlesen oder sogar Geräte umkonfigurieren. SNMPv3 behebt das mit echter Authentifizierung und Verschlüsselung und sollte in modernen Netzwerken bevorzugt eingesetzt werden.
Siehe auch: Netzwerkdienste, Problemdiagnose