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SCP

Kurz: Secure Copy Protocol — ein einfaches Kommandozeilen-Tool und Protokoll zum Kopieren von Dateien zwischen Rechnern über eine verschlüsselte SSH-Verbindung.

Genauer: Syntaktisch an cp angelehnt (scp datei.txt user@host:/pfad/), aber netzwerkfähig. Gilt inzwischen als veraltet gegenüber SFTP (mehr Funktionen, bessere Fehlerbehandlung), ist aber wegen seiner Einfachheit für schnelle einmalige Kopiervorgänge weiterhin verbreitet.

Im Detail

Ein typischer SCP-Befehl:

# Datei zum Server kopieren
scp lokale-datei.txt user@server.example.com:/pfad/ziel/
 
# Datei vom Server holen
scp user@server.example.com:/pfad/datei.txt ./lokal/
 
# Ganzen Ordner rekursiv kopieren
scp -r lokaler-ordner/ user@server.example.com:/pfad/

SCP nutzt für die Übertragung dieselbe verschlüsselte Verbindung wie eine normale SSH-Sitzung — es gibt also keinen separaten Anmeldeschritt, die Authentifizierung läuft identisch zu einem gewöhnlichen SSH-Login (Passwort oder Schlüsselpaar). Der große Kritikpunkt am SCP-Protokoll: Es bietet kaum Möglichkeiten, unterbrochene Übertragungen fortzusetzen, und die Fehlermeldungen sind oft wenig aussagekräftig — genau die Punkte, die SFTP als moderneren Nachfolger deutlich besser löst. Viele SSH-Implementierungen haben SCP-Unterstützung mittlerweile sogar standardmäßig deaktiviert und empfehlen explizit SFTP.

Siehe auch: SFTP, SSH